Wir sind nach Zeitungs- und Magazinphase angekommen in der Online-Woche (der letzten Woche, die meine Klasse 50B im SZ-Gebäude verbringt, denn dann geht’s ab ins Praktikum).
Meine Klasse geht auf Spurensuche. Wir forschen in München nach Überbleibseln von Olympia 1972, pünktlich zum 40-jährigen Jubiläum und zum Beginn der Spiele 2012 in London.

Was ist in München von damals geblieben und was hat sich verändert? Wir haben ab heute (23.07.2012) fünf Tage Zeit, um das herauszufinden.

Auf unserem Blog 72/12 könnt Ihr uns dabei zusehen.

Wir suchen und besuchen Menschen und Orte. Wälzen alte Zeitungen, testen die Trainingsmethoden von 1972, sprechen mit Zeugen der Terror-Attentate, vergleichen die Protestkultur von damals und heute.

Wir probieren uns aus. Das ist schade für die Perfektionisten unter euch, aber gut für unseren Lernprozess. Wir sind größtenteils als mobile Reporter unterwegs. Chaos und Spontanität sind Vorschrift.

Es ist ein Experiment, in dem wir die Frage klären wollen: “Wie funktioniert (mobiler) Online-Journalismus?”

Unser Equipment sind unsere Smartphones. Unser Anspruch ist es, uns von Print zu lösen. Das kann heißen:

1.) Die Artikel entstehen im Prozess, der Leser wird nicht mit einem Endprodukt konfrontiert, sondern ist bei der Entstehung mit dabei.
2.) Die Artikel sind konzeptionell so angelegt, dass sie nur online durchführbar sind bzw. den Online-Rezeptionsgewohnheiten entsprechen.
3.) Die Artikel werden mit Apps erstellt.

Was in der Woche herauskommt, wissen wir noch nicht. Was von uns hineinkommt, sind Experimentierfreude und Neugier, Spontanität und Unbekümmertheit.

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