Heute sind die Einladungen zum Auswahlverfahren an der Deutschen Journalistenschule (DJS) rausgegangen. Falls Ihr dabei seid: Glückwunsch! Wir haben eine kleine Facebook-Debatte dazu gestartet, wer sich wie in den letzten Wochen vorm Test vorbereitet hat. Was da so ausgeplaudert wurde, könnt Ihr hier nachlesen. Die Angaben sind natürlich ohne Gewähr.

Matze fand den Test kinderleicht. Allerdings nur, weil er sich ein Jahr lang darauf vorbereitet hat. Sein Tipp: “Erwarte nichts, aber strebe und lese jeden morgen zwei Stunden Zeitung.” Er hat den Deutsche-Welle-Newsletter abonniert, sich Jahresrückblicke von Focus und Spiegel besorgt und wichtige Zitate aufgeschrieben. “Bei der DJS kann man sich im Test zu 90 Prozent auf das Mediengeschehen des letzten Jahres verlassen.” Allerdings sagt er auch:”Das ist halt nur die Hälfte der Miete. Was nutzt einem das, wenn man nichts an der Feder kann oder bei der Jury Scheißfragen erwischt. Ist eben auch Glück..”

Teresa verrät: “Megapeinlich. Ich hab zum ersten mal im meinem Leben Karteikarten geschrieben für die Vorbereitung. Völlig sinnlos! Ich rate davon ab!” Auch ihre sonstige Vorbereitung war eher unorthodox:”Ich habe die SZ von einem halben Jahr gesammelt und sie dann von hinten nach vorne noch durchgeblättert, als der Brief kam. Also Überschriften und Bilder angeschaut, Wochenrückblicke gelesen … War ziemlich bescheuert, aber hat geklappt.” Noch ein Tipp: “Auch gut zur Vorbereitung: Erstmal den Henri-Nannentest im Internet machen. Dann findet man den von der DJS nicht mehr so schwer.”

Lisa: „Ich habe mir die ZDF-Wochenrückblicke von den 30 Wochen vor dem Auswahltest angeschaut. Außerdem hab ich den Spiegel-Jahresrückblick studiert, insbesondere die Bilder. Das hat mir geholfen, denn etwa 50 Prozent der Bilder aus dem Test kannte ich aus diesem Heft. Dann hab ich noch den Wikipedia-Eintrag zum Jahr 2011 und 2012 gelesen. Die Jahrestage sind wichtig. Von meinen Brüdern hab ich mich fußballmäßig briefen lassen. In einem Anfall von Übermotivation hab ich dann auch noch Fotos aus der SZ ausgeschnitten. Das Ausschneiden hat aber so lange gedauert, dass ich hinterher keine Zeit mehr hatte, mir die Fotos auch anzuschauen.“

Alex hat ihre Küche mit Bundeskanzlern und Ministerpräsidenten tapeziert. „Ich hab mich aber von niemandem abfragen lassen, da hätte ich die Krise bekommen.“ Zum Jury-Gespräch sagt sie: „Wegen des Gesprächs hab ich mich mit Leuten aus höheren Jahrgängen unterhalten und keinem geglaubt, der mir gesagt hat:’Es liegt nur am Lebenslauf’. Aber das war in meinem Fall sowas von wahr. Hab aber hinterher auch von anderen gehört, die im Gespräch auch kompliziertere Sachen gefragt wurden. Ich würde mir auf jeden Fall ein paar kreative Themenideen überlegen.“

Tim sagt: “Für die Auswahlprüfung lernen ist unmöglich. Punkt. Ich gebe zu: Ich habe am Abend vorher alle Ministerpräsidenten der Länder auswendig gelernt. Das war für’n Arsch. Wirklich: Mit gesundem Spiegel-Online Wissen kommt man gut durch den Wissenstest. Und wer dann nicht weiß, welcher Autor noch mal “Wellenreise” geschrieben hat, bekommt eben nur noch 99 statt 100 Punkte. Damit ist man auch noch angenommen. Der Rest vom Test – also Textschreiben und Auswahlgespräch – ist Glück und Talent. Das packt man zur Not auch mit Kater.”

Philipps Rezept für den Bildertest:

1. Wichtigste Bilder des Jahres identifizieren. Fürs letzte Jahr ist das sogar sehr einfach: Jahresrückblickhefte von Spiegel und Bild kaufen. Da sind die wichtigsten Bilder drin.

2. Karteikarten-App fürs Smartphone besorgen, z.B. „Flashcards“.

3. Bilder in die App laden (aus dem Netz laden oder einfach aus den Heften abfotografieren) und betiteln.

4. Einfach zwischendurch lernen.

Juliane hat sich eine Schautabelle mit allen Fußballtrainern gebastelt, also eine Art Deutschlandkarte mit Fotos: „Nach dem Auswahlgespräch saß ich verzweifelt rauchend vor einer Kirche, bis ein betrunkener Obdachloser vorbeikam und zu mir sagte: “Halleluja! alles wird gut!” und siehe: Der HERR hatte recht. Seitdem fühle ich mich katholisch.“

Max und Martin kannten sich schon vorher und haben ein kleines E-Mail Spiel entwickelt: Sie haben sich zwei Wochen lang jeden Tag eine Mail mit jeweils einer Bilder- und einer Allgemeinbildungsfrage geschickt. Gleichzeitig musste der Antwortende zwei neue Fragen stellen. Lustig, sinnvoll.

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