Dass der Journalismus sich in der Krise befindet, gehört ja mittlerweile fast zur Allgemeinbildung. In dieser wöchentlichen Kolumne soll jeweils kurz auf Beiträge verlinkt werden, die sich damit auseinandersetzen, wie man die Krise als Chance begreifen will – oder aber, wie andere das für einen erledigen. Gerne könnt ihr uns auch auf spannende Versuche hinweisen . Ein Großteil der Artikel wird auch über unseren Twitter-Account verlinkt unter dem Hashtag: #zukunftsmusik

1.) Wie pünktlich ist eigentlich die Bahn? Der SZ-Zugmonitor

Sehr schönes Projekt der Süddeutschen Zeitung. Mehr zur Entstehung hier, Erklärung von Stefan Plöchinger hier und die Daten selbst hier. Als Zusatz zum Thema Datenjournalismus empfehle noch diesen Beitrag von Ulrike Langer auf Zeit Online.

2.) BBC News Control Panel

Wenn man diese Facebook-Seite der BBC liked, kann man einstellen, welche Stories man in den Stream gedrückt bekommt. Finde ich persönlich eine sehr schöne Funktion. Wenn man anfängt, die Interest-Listen von Facebook zu benutzen (hier ein paar Tipps), dann kommt man schnell an einen Punkt, an dem man zwanzig mal die gleiche Eilmeldung sieht. Der Vorschlag von der BBC nimmt dem Ganzen die Redundanz.

3.) Wie aus TED eine Plattform wurde

Wer nicht weiß, was TED ist, der kann das bei Andrian Kreye nachlesen. Die TED-Konferenz, so das Argument von Joshua Gans, hat sich dazu entschieden, ihre Vorträge der Öffentlichkeit verfügbar zu machen. Dadurch, dass sie dann weltweit gesehen wurden, konnte das Konzept von TED als Idee weiter genutzt werden. Die besten Ideen sind die banalsten.

4.) Interview mit Jimmy Wales (Wikipedia)

journalists shouldn’t necessarily cite Wikipedia. it’s not really what it’s for. We rely on good quality journalism so we can do our work.

5.) Falschinformation kriegt Traffic

Als damals Gaddafi in Libyen kurz davor war, seine Macht endgültig zu verlieren, habe ich mal auf Tweetdeck geguckt, was da so durch das Netz rattert. In einem Tweet hieß es “Gaddafi wurde erschossen – source confirmed”. Es hat sich natürlich sehr schnell rausgestellt, dass dieser Tweet falsch war. Doch trotzdem wurde er noch Stunden später weiter retweetet.

6.) Matter und die 99Cent

There’s a new journalism startup in town called Matter. Their pitch: once a week they’re going to publish a stunningly good piece of long-form journalism about issues in technology and science. “That means no cheap reviews, no snarky opinion pieces, no top ten lists. Just one unmissable story.” Each one of these unmissable stories will cost an iTunes-like 99 cents.

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