Dass der Journalismus sich in der Krise befindet, gehört ja mittlerweile fast zur Allgemeinbildung. In dieser wöchentlichen Kolumne soll jeweils kurz auf Beiträge verlinkt werden, die sich damit auseinandersetzen, wie man die Krise als Chance begreifen will – oder aber, wie andere das für einen erledigen. Gerne könnt ihr uns auch auf spannende Versuche hinweisen . Ein Großteil der Artikel wird auch über unseren Twitter-Account verlinkt unter dem Hashtag: #zukunftsmusik

1.) Wie zur Hölle findet man die Tweets denn? Vielleicht mit SRSR.

omgg , my aunt tiffany who work for whitney houston just found whitney houston dead in the tub . such ashame & sad :-(

— Aja Dior M. (@AjaDiorNavy) February 12, 2012

 

Whitney Houston’s Tod war auf Twitter schon 45 Minuten bekannt, bevor die Nachrichtenagentur Associated Press (AP) die erste Eilmeldung verschickte. Auf CNN findet man eine gute Einordnung dazu. Das Ding ist: Die Person, die twitterte, dass die Sängerin gestorben ist, hatte zu diesem Zeitpunkt kaum Follower. Die interessante Frage in diesem Punkt ist also nicht, ob Twitter schneller ist, sondern, wie man diese Informationen findet. Womit wir bei Seriously Rapid Source Review (SRSR) sind. Die Rutgers Universität hat zusammen mit Microsoft SRSR entwickelt, was unter anderem so funktioniert: Wenn man ein Erdbeben überlebt hat (und man twittert/postet auf Facebook), was schreibt man? Irgendwas in der Richtung “Mir geht es gut”. Wer das genau wissen will, liest hier (PDF) weiter, wer einen guten Überblick will, geht auf Poynter.

2.) Tumblr wird auf 800 Mio. $ geschätzt

Titel(?)geschichte der Wired UK.

3.) Zahl der Updates, die eine Story binnen 24 Stunden bekommt: 200.

Tom Curley ist als Präsident von AP zurückgetreten. Der Guardian hat mal seine Ansichten aufgeschrieben. Ist lesenswert, nicht zuletzt deswegen, weil Curley sagt, dass AP nicht davor zurückschrecken wird, gegen Angebote gerichtlich vorzugehen, die in erster Linie fremden Content verbreiten und kurz darauf die erste Anzeige bei dem Aggregator Meltwater einflattert. Deren Antwort nachlesen kann man hier.

4.) Präsidenten-Spenden

The presidential candidates have raised more than $186 million for their campaigns to date, according to reports filed with the Federal Election Commission. Mitt Romney leads among Republicans, but Rick Perry had an aggressive entry. However, President Obama easily outpaced his rivals.

Vergleicht doch mal, ob Obama mehr Geld als Clinton bekommen hat. Ich liebe die New York Times.

5.) Wer absolut neu ist, findet hier ganz gut aufgelistet, welche Dienste man sich mal anschauen könnte als Journalist.

6.)”Die Revolution in Ägypten wurde zwar online festgehalten, mittlerweile geht man aber davon aus, dass 10% der Dokumentation unwiederbringlich verloren sind. Was heißt das für Historiker?

7,) Wie social muss man sein?

Präsentiert auf 27 Slides. Den Blogeintrag dazu gibt es hier.

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